Chardonnay – die weitverbreitete Edelrebe!

Die Chardonnay ist eine weiße Rebsorte, aus der hervorragende Qualitätsweine gekeltert werden. Eine DNA-Analyse aus dem Jahr 1998 ergab, dass die Chardonnay eine Kreuzung aus der Pinot und der Gouais Blanc ist.

Ursprünglich stammt die Traube aus dem Burgund, wo es sogar eine kleine Ortschaft mit dem Namen Chardonnay gibt.

Die Chardonnay ist schon vor einiger Zeit zur Trendtraube geworden und wird heute in vielen Ländern wie Italien, Australien, Neuseeland, den USA, Südafrika oder Chile angebaut.

Auch in Österreich, der Schweiz oder Deutschland ist die Rebe weit verbreitet. Auf der ganzen Welt sind etwa 175.000 Hektar mit der edlen Weinrebe bestockt, was ein beträchtliches Areal ist.

Den Umstand der weiten Verbreitung und des großflächigen Anbaus hat die Traube nicht nur ihren fantastischen geschmacklichen Eigenschaften zu verdanken, auch ihrer Unkompliziertheit im Anbau spielt eine große Rolle.

 

Kräftig, intensiv und voller Aromen!

Die Chardonnay ist, wie der Riesling auch, eine sehr hochwertige Taube. Die Weine, die aus ihr entstehen, verfügen über einen sehr kräftigen Körper, wobei das Aroma weniger charakteristisch als das eines Gewürztraminers oder eines Rieslings ist.

Der Chardonnay spiegelt dafür aber gekonnt die Weinbergslage wieder. Der Geschmack unterscheidet sich also immer mit dem jeweiligen Anbaugebiet.

Wird ein Chardonnay zu früh geerntet, bedeutet dies große Qualitätseinbußen. Der Wein wirkt dann dünn und wenig ansprechend. Die Traube darf aber auch nicht zu spät geerntet werden, da sie sonst ihre frische Säure einbüßt.

Die Weine haben von Natur aus einen relativ hohen Alkoholgehalt.

Als einer der weinigen Weißweine profitiert die Chardonnaytraube auch von einer Lagerung im Eichenfass.

Im Geschmack entfalten sich dann feine Aromen nach Walnüssen. Ansonsten verführen die Chardonnays ihre Genießer häufig mit frischen und fruchtigen Aromen nach Pfirsich, Zitrus oder Papaya. Je nach Anbaugebiet können sich auch andere nussige Noten hinzugesellen.

 

Grundlage für exzellente Champagner

Die Chardonnay ist in vielen Champagnern eine der wichtigsten Grundlagen. Die edlen Tropfen bestehen meist zu 50 % aus der Chardonnay, der Blanc-de-Blancs Champagner ist sogar komplett aus der Chardonnay hergestellt.

Aus diesem Grund ist es auch nicht verwunderlich, dass fast die Hälfte der Anbaufläche an die Chardonnay entfällt. Da die Chardonnay Kalkböden, wie sie in dem Gebiet vorherrschen, auch sehr gerne hat, gedeiht sie hier natürlich besonders gut.

 

Kalifornien und die Chardonnay

Heutzutage ist Kalifornien das größte Weinbaugebiet für die Chardonnay. Auf einer Anbaufläche von großen 44.500 Hektar wird ausschließlich die Chardonnaytraube angebaut.

Durch das Klima Kaliforniens wird eine Vollreife zuverlässig erreicht und die kalifornischen Chardonnays werden vor allem wegen ihres vollmundigen und eigenständigen Charakters geschätzt.

Da sich der Trend der letzten Jahre zunehmend zu Weinen mit geringen Alkoholgehalten bewegt, haben Winzer hier eine neue Technologie entwickelt, mit der der Alkoholgehalt begrenzt werden kann.

Da diese Alkoholreduktion für die Winzer jedoch kostenintensiver ist, werden diese Weine auch meist teuerer verkauft.

 

Der perfekte Begleiter

Mit seinem intensiven Geschmack kann der Chardonnay eine Vielzahl von Gerichten begleiten. Aufgrund seiner cremigen Struktur passt er jedoch äußerst gut zu Gerichten, die mit feiner Butter zubereitet wurden.

Chardonnay unterstreicht auch die besonderen Aromen von Pilzgerichten sehr gekonnt.

Mit der feinen Säure der Chardonnay können schwere Saucen leichter machen und auch Geflügel und Trüffelgerichte finden mit Chardonnayweinen einen galanten Begleiter!


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