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Der Herbst beginnt mit einem seidenen Faden

Es ist Herbst – man riecht es, man sieht es, man kann es fühlen und schmecken!


Die Ernte auf den Feldern neigt sich zum Ende, der edle Tropfen wird gelesen, es wird kälter und damit rotweiniger. Und so bietet sich Red Sox von der Maison Christine an der französischen Mittelmeerküste ganz tief im Süden quasi ganz von selbst an. Nur zwei Barriques voll stehen Herbst für Herbst bereit, um getreten zu werden.

Im Wald kann das wissende Auge auch den ein oder anderen schmackhaften Pilz finden. Und nicht nur die kann man dort antreffen, auch die Hauptakteure der hier neu vorzustellenden Bücher!
Wenn vielleicht normale Krimis mal langweilig werden, sich durch sämtliche Regionen Deutschlands – Ostseekrimi, Nordseekrimi, Eifelkrimi – sozusagen durchgelesen wurde, und man nach dem gewissen ETWAs sucht, was den nötigen Schauer garantiert, bitte schön:
„SIE SIND DA – Die Brut u. Die Zeit läuft“!


„Und dann strömte die schwarze Flut auf ihn zu. Sie bedeckte den ganzen Pfad und bewegte sich schnell voran, fast so schnell, wie ein Mann laufen konnte. Miguel wusste, er sollte wegrennen, aber die Stille dieser glänzenden Schwärze, die wie wogendes Öl aussah, wirkte hypnotisierend. Es rauschte nicht wie ein Fluss, im Gegenteil, die Masse schien jedes andere Geräusch aufzusaugen…. Als er näher kam, wich Miguel doch einen Schritt zurück, aber als er begriff, dass es in Wirklichkeit gar kein Fluss war und überhaupt nicht aus Wasser bestand, war es zu spät.“


Zur gleichen Zeit in Washington D.C. erhält Prof. Melanie Guyer ein Paket aus Peru – einen Holzkasten, 10.000 Jahre alt mit einem Eierkokon, der wahrscheinlich ähnlich alt ist. Zum Inhalt des Kokons kann nur folgendes gesagt werden: „es schlüpft“!
Ebenfalls zur gleichen Zeit in Indien bebt die Erde so stark, das die Wissenschaftler von einem Erdbeben ausgehen. Der erste Trupp kehrt vom Erkundungsgang nicht heim. Der 2. Trupp findet folgendes: „Zuerst hielt er es für Staub oder Erde oder vielleicht sogar Kohle, aber schnell erkannten er und die Männer, womit der Tunnel beinahe hüfthoch gefüllt war.“ „Wenn er genauer hingeschaut hätte, wären ihm vielleicht die Knochen aufgefallen, die unter dem Spinnenhaufen verborgen waren… Und wenn er allein gewesen, wenn alles stiller gewesen wäre, hätte er vielleicht die Geräusche hinter ihm gehört, weiter hinten im Tunnel. Ein Rascheln, ein Reißen.“


In China wird eine Atombombe gezündet und ein Frachtschiff aus dem Land der aufgehenden Sonne nimmt Kurs auf L.A.
„Amerika wird angegriffen“, teilt daraufhin die Präsidentin der Vereinigten Staaten ihrem Volk mit – von schwarzen gefräßigen SPINNEN.
Die Bücher sind rein gar nichts für schwache Nerven und überhaupt nichts für Leute mit Spinnenangst.
Das erste Buch „Sie sind da“ ist sprachlich nicht so fein geschliffen. Manche Handlungsstränge sind nicht immer nachvollziehbar. Bei einigen Personen kann man auch nicht erkennen, welche Rolle sie spielen und ob sie mit der Story zu tun haben. Im 2. Teil ist dies viel besser und die Story nimmt an Fahrt auf. Hier werden viele Hintergründe und Details aufgeklärt.

 

Die Spinnen sind nun in allen Ländern der Welt über die Menschheit hergefallen. Es sind zwar nicht alle Menschen tot, aber der Feind ist auch nicht besiegt. Die 1. Apokalypse ist vorbei und beide Seiten sammeln sich zum letzten Gefecht. Nur leider hat eine Seite einen Plan und die andere Seite tappt noch arg im Dunkeln, wie es einen guten Thriller eben ausmacht.

 

Die Präsidentin der USA, eine Ingenieur, ein Bundesagent und eine Wissenschaftlerin sind die Hauptpersonen, die den Spinnen den Kampf ansagen. Es werden alle Teile der Welt eingeblendet, die betroffen sind und mit den Amerikanern zusammenarbeiten. Schließlich haben ja alle ein paar große und kleine Kokons als Geschenk bekommen, manche haben auch lebendige Kokons, nur wissen sie es noch nicht. Unter Hochdruck arbeiten alle daran, dass Rätsel der Spinnen zu knacken. Diese kleinen lieblichen Biester, die Kinder begeistern und Erwachsene zu Furien mutieren lassen.

Der kanadische Autor hat diese Werke unter einem Pseudonym rausgebracht. Im wahren Leben heißt er Alex Zentner und heimste mit seinen Werken bisher viele Nominierungen wichtiger Literaturpreise in den USA ein. Der letzte Teil der Reihe erscheint im Februar 2018 in den USA.

 

Wem das Genre abends im kuschligen Bett zu viel wird, aber das Buch trotzdem lesen möchte, kleiner Tipp, am Tage verliert es keinen Funken Spannung, aber der Blutdruck und die Angst steigern sich nicht ins Unermessliche.

Ach ja, und noch viel Spaß beim nächsten Spaziergang im Wald, wenn Sie wieder mal durch ein Spinnnetz laufen! Sie könnten eine Nahrungsquelle sein oder ein Brüter werden!
 



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