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Burgund – die Heimat der sortenreinen Spitzenweine!

 

Die Provinz Burgund befindet sich im Osten Frankreichs und teilt sich in die verschiedenen Regionen Mâconnais, Côte-Chalonnaise, Chablis und Côte-d'Or auf. Zu den bekanntesten Orten für den Weinbau zählen neben Beaune auch die Orte Pommard, Puligny-Montrachet und Montrachet.

Der Weinbau geht in Burgund bis auf das 15. Jahrhundert zurück, wo vor allem die Weine aus Beaune Weltruhm erlangten. Heute zeichnen sich die exklusiven Burgundweine vor allem durch ihre Sortenreinheit und die erdigen Noten aus, die sie aufgrund der speziellen Böden der Region erhalten.

Eine weitere Eigenheit des Weinbaugebietes ist, dass es sich unter mehrere kleine Winzer aufteilt. Die einzelnen Weingüter sind dabei in der Regel nicht größer als fünf bis sechs Hektar. Diese Eigenheit entstammt dem französischen Erbrecht und sorgt dafür, dass Winzer mehrere Parzellen in verschiedenen Lagen besitzen.

 

Die Böden und das Klima

 

In Burgund herrschen aufgrund der verschiedenen Erdzeitalter mehrere unterschiedliche Böden vor. Die edlen Weinreben wachsen in Burgund auf Granit-, Schiefer- oder Kalksteinböden. Genauso sind in den Böden aber auch Lehm- oder Kiesansammlungen zu finden.

Die Beschaffenheit der Böden wird darüber hinaus auch stark von der Hangneigung oder dem Steinanteil beeinflusst. Je nach Bodenbeschaffenheit variiert die Art der angepflanzten Reben, so eignet sich der lahmhaltige Boden beispielsweise sehr für den Anbau der Rebsorte Gamay.

Das Klima ist in der Region weitgehend kontinental geprägt. Aufgrund der nördlichen Lage sind die Sommer in der Regel eher kurz. Im Mai, Juni und im Oktober kann es hier auch zu ausgiebigen Regenfällen kommen. Die Winter sind in Burgund relativ kühl, aber meist trocken. Die Region von Chablis ist zusätzlich gefährdet, da hier mitunter auch Spätfrost droht.

Aufgrund der kurzen Sommer und des kühleren Klimas eignet sich Burgund vor allem zum Anbau von früh reifen Rebsorten.

 

Die Rebsorten

 

Die Auswahl der zugelassenen Rebsorten ist in Burgund stark eingeschränkt. Bei den roten Rebsorten wird vor allem die Rebsorte Spätburgunder angebaut, die in Frankreich auch als Pinot Noir bezeichnet wird. Der Anbau der Rebsorte unterscheidet sich dabei jedoch gebietsmäßig. Während Pinot Noir im Département Côte-d'Or beispielsweise 95 % der Gesamtfläche einnimmt, nimmt sie in den Gebieten Yonne und Saône-et-Loire nur einen geringeren Stellenwert ein.

Der Anbau der Pinot Noir gilt gemeinhin als schwierig, auf den kalksteinhaltigen Hanglagen des Burgunds gedeiht sie jedoch hervorragend. Die Zweitwichtigste rote Rebsorte der Region ist die Gamay Traube, die wie erwähnt, vor allem auf den lehmhaltigen Böden besonders gut heranwächst. Die Weine aus der Gamay Traube erstrahlen meist in einem leuchtenden Rubinrot, sind weniger taninbetont und haben fruchtige und leichte Aromen.

Bei den weißen Rebsorten ist die Chardonnay Rebsorte, die wichtigste Traube. Diese Traube gedeiht auf mehreren Arten von Böden gut und wird deshalb in weiten Teilen der Region angebaut. Die Weine aus der Chardonnay Traube haben einen leicht nussigen Geschmack mit fein petroligen Aromen.

Weitere weiße Rebsorten, die in dem Gebiet zugelassen sind, sind die Alogoté und die Melon de Bourgogne Trauben. Die Weine aus diesen Trauben haben meist einen geringen Alkoholgehalt und sind relativ säurearm.

 

Unsere Winzerempfehlung

Domaine des Ducs de Magenta Abbaye de Morgeot

Das Weingut kann auf eine lange Tradition zurückblicken und besonders im 18. Jahrhundert entwickelte sich das Gut zu einem exzellenten Winzer. Der vierte Herzog von Magenta baute das Weingut weiter aus und auch wird heute noch sehr erfolgreich geführt.

Das Weingut ist speziell für Besucher sehr empfehlenswert, denn es bietet neben Verkostungen auch Besichtigungen der Weinberge an. Auch kulinarisch werden die Besucher hier verwöhnt und in die historischen Weinkeller des Weinguts erhält man ebenfalls Einblicke. Das familienfreundliche Weingut freut sich auch immer über Kinder und ist ein perfekter Ausflugsort für die ganze Familie.

 

Die Küche Burgunds

 

Die Region von Burgund ist ein Paradies für Feinschmecker und für Liebhaber von deftigem und traditionellem Essen. Burgund ist die Region aus der in Frankreich die meisten Spitzenköche stammen und schon die wohlklingenden Namen der Gerichte lassen hier auf viel hoffen.

Zubereitet wird hier mit viel Butter und frischen Zutaten aus der Region. Zum Kochen nutzt man hier natürlich auch gerne die erlesenen Rotweine, denn jedes Gericht kann ja wie bekannt immer nur so gut sein, wie die schlechteste Zutat.

Oft lässt sich auch an den Namen der Gerichte erraten, welche Weine für die Zubereitung verwendet wurden. Wie in Frankreich so üblich, werden die großen Menüs am Abend genossen und dies auch relativ spät. Vor acht Uhr abends braucht man die Restaurants eigentlich nicht aufzusuchen. Wenn dann aber die Türen geöffnet werden, kann geschlemmt werden, wie bei Gott in Frankreich!

Sehenswürdigkeiten in Burgund

Wie in den meisten französischen Gebieten hat auch Burgund viele historische Gebäude zu bieten, obwohl auch schon die herrliche Landschaft alleine einen Besuch rechtfertigen würde. Wenn man jedoch schon einmal hier ist, sollte man auf keinem Fall die folgenden Attraktionen verpassen:

 

Die Burgundischen Kanäle

 

Die Burgundischen Kanäle dienten seit jeher als Handelskanäle, die die einzelnen Orte miteinander verbanden. Darunter braucht man sich jedoch kein großes Kanalnetz vorzustellen, denn dieses ist nur etwa einen Kilometer lang.

Auf dem Wasser lässt sich die herrliche Landschaft erkunden und auch wer lieber zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, kommt hier auf seine Kosten. Die Kanäle lassen sich wunderbar abfahren und dabei kann man in aller Ruhe das Wasser und die schöne Umgebung genießen.

 

Die Pforte Burgunds

 

Der Ort Sens, welcher sich direkt neben den Regionen Île-de-France und Orléanais befindet, wird gemeinhin auch als Pforte Burgunds bezeichnet. Als ehemalige gallische Siedlung war die Stadt einst eine christliche Metropole und die Kathedrale der Stadt zählt zu den ältesten gotischen Gotteshäusern Frankreichs.

Bereits im 12. Jahrhundert begann der Bau der imposanten Kathedrale. Heute beherbergt der alte Bischofsplatz beispielsweise mehrere Museen von Sens. Zudem wurde ein herrlicher Park angelegt, der die grüne Seite Burgunds perfekt widerspiegelt und zu gemütlichen Spaziergängen einlädt.

 

Semur-En-Brionnais

 

Dieses Dorf zählt zu den schönsten Gebieten Frankreichs! Neben zahlreichen Weinbergen sind hier auch große Obstfelder zu finden und eine der schönsten Attraktionen ist hier die Burg, die auf einem Felsvorsprung errichtet wurde.

Hier kann man durch die „Gärten der Romantik“ wandern und auch die Wehrmauer lädt zu einem ausgiebigen Spaziergang ein.

Nicht verpassen sollte man in dieser Region natürlich auch die fantastischen kleinen Restaurants, in denen nicht nur das Essen, sondern selbstverständlich auch der Wein ausgezeichnet ist!
 



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