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Weinkauf und Lagerung

 

Wein ist längst zum Volksgetränk geworden und beinahe an jeder Ecke zu bekommen. Dies macht es dem Weinkunden nicht wirklich leichter, wie soll er sich im Dschungel der Weinkunde zurechtfinden und wohin soll er sich wenden, um einen guten und günstigen Wein zu bekommen? Weinhändler schießen wie Pilze aus dem Boden und wissen mit bunten Katalogen um ihre Kunden zu feilen.

Manche Weine sind hübsch verpackt, können aber inhaltlich nicht überzeugen. Im Supermarkt stimmen die Preise, doch wie schaut es mit der Qualität aus? Nicht jeder wohnt mitten in einem Weinbaugebiet und kann sich an den Winzer seines Vertrauens wenden.

Schlechte Karten also für den unerfahrenen Weinkunden und so mancher Fehlkauf stößt sauer auf, statt zu munden. Es gibt viele Möglichkeiten Wein zu kaufen, folgen Sie unserem kleinen Wegweiser und entscheiden anschließend für sich, wohin Sie der Weg führt.

 

Bequem und billig - Weine aus dem Supermarkt

 

Wo bekommt man schnell noch eine Flasche Wein her? Aus dem Supermarkt um die Ecke, richtig. Durchaus keine Seltenheit, denn laut einer Umfrage kaufen beinahe die Hälfte aller Deutschen ihre Weinvorräte im Supermarkt.

Bequem soll der Einkauf sein und natürlich auch nicht zuviel kosten. Das Angebot ist entsprechend der Nachfrage in den letzten Jahren gewachsen. Neben einfachen Tafelweinen wird auch vermehrt auf Qualität gesetzt.

Weine aus Übersee sorgen für Abwechslung. Dennoch steht man einsam und verlassen vor den langen Regalreihen und ist auf sich selbst gestellt, denn eine fachkundige Beratung ist im Supermarkt nicht zu erwarten.

Einige Tricks können helfen, mit dem Kauf trotzdem zufrieden zu sein.

Das Sortiment ist leider meist unübersichtlich und es wird etwas Zeit brauchen, bis man sich einen Überblick verschafft hat. Weine, die im Licht der Neonröhren präsentiert werden, sollten Sie sich nicht greifen, denn der Geschmack könnte sich bereits verflüchtigt haben.

Greifen Sie lieber eine Flasche aus den hinteren Reihen oder aus dem dunklen Karton. Schauen Sie auf den Jahrgang, nicht jeder Wein älteren Datums ist automatisch gut, sondern vielleicht auch einfach nur ein Ladenhüter. Weißweine oder Roséweine sollten niemals älter als zwei Jahre sein. Bei Rotwein dagegen kann es sich auszahlen, wenn der Jahrgang älteren Datums ist.

Haben Sie keinen bestimmten Wein im Auge, dann halten Sie Ausschau nach den Lücken im Regal. Was andere kaufen, kann so schlecht nicht sein. Im Allgemeinen sind Supermärkte auch weiterhin auf den Absatz von Billigweinen fokussiert. Weine ohne Jahrgänge oder genaue Herkunftsbezeichnung sollten nicht im Einkaufswagen landen.

 

Bringt Licht ins Dunkel - Der Weinfachhandel

 

Hier öffnet sich ein kleines Schlaraffenland für Weinfreunde und auch unentschlossene oder unwissende Kunden sind hier gut aufgehoben, denn hier weiß man, was man verkauft und eine freundliche und kompetente Beratung ist garantiert.

Hier zählt nicht nur der Blick aufs Etikett, denn viele Weine können verkostet werden. Stammkunden können sicher sein, dass der Händler ihre Vorlieben kennt und ihnen entsprechende Angebote macht.

Viele Geschäfte sind kleine Familienbetriebe, die sich auf bestimmte Weinländer und Anbaugebiete spezialisiert haben. Der anspruchsvolle Weinkauf ist im Fachhandel der wahre Gewinn. Mit den nötigen Informationen ausgestattet, bringen auch Weinunkundige so manchen guten Tropfen nach Hause. Häufig verkaufen die Weinhändler auch zusätzlich verschiedene Gaumenfreuden.

Der Abend ist auf jeden Fall gerettet.

 

Weine von der Datenautobahn - Der Online-Kauf

 

Weine aus dem Internet liegen voll im Trend, denn schließlich muss man keine schweren Kisten schleppen und kann sich ganz in Ruhe informieren.

Das Angebot ist riesig und die Spreu von Weizen zu trennen nicht immer einfach. Ein guter Online-Händler wird zu seinen Weinen umfangreiche Informationen bereitstellen. Virtuelle Weinproben sind keine Seltenheit und eine persönliche Beratung durch den Anbieter sollte ebenfalls gewährleistet sein.

Statt riesige Weinpakete zu horrenden Preisen erweisen sich Probepakete mit verschiedenen Weinen als weit kundenfreundlicher. Achten Sie beim Kauf auch auf die Mindestabnahmemenge, die Versandkosten oder mögliche Abo-Fallen.

 

Besser geht es nicht - Der Weinkauf beim Winzer

 

Nicht jeder hat das Glück, aber wer einen Winzer in der Nähe hat oder sich auf Weinreise befindet, der sollte diese Quelle auf jeden Fall nutzen. Der Kauf direkt beim Erzeuger ist die beste Adresse für sehr gute Weine.

Hinzu kommt die Möglichkeit, durch den Weinberg zu spazieren, den Wein vor Ort zu probieren und sich alle Fragen direkt vom Fachmann beantworten lassen zu können.

Die Weinkiste kann direkt ins Auto geladen werden und Versandkosten werden eingespart. Allerdings ist die Tour auch für den Wein anstrengend und den Flaschen sollten Sie nach der Heimkehr etwas Ruhe gönnen.

Auch Winzergenossenschafen sind übrigens eine gute Adresse. Hier ist das Angebot meist noch umfangreicher als direkt beim Winzer.

 

Alles Bio - Der neue Weintrend

 

Bioweine entsprechen dem Zahn der Zeit. Wenn es Ihnen ein gutes Gefühl gibt, dass die Winzer umweltgerecht arbeiten, dann schlagen Sie hier ruhig zu. Eine Garantie für einen besseren Geschmack liefert Biowein allerdings nicht automatisch.

Viele Ökoweine besitzen vergleichsweise wenig Temperament. Nicht jeder Winzer prustet sich mit einem Bio-Siegel auf dem Etikett. Für viele Weinbauern ist es seit Jahren eine Selbstverständlichkeit, weitgehend auf Chemie zu verzichten.

Ganz ohne Schwefel werden auch die Ökowinzer nicht auskommen. Damit Weine nicht umkippen und auch nach dem Öffnen noch geschmacklich überzeugen, wird ihnen fast immer Schwefel zugesetzt. Bioweine enthalten aber meist nur sehr geringe Dosen.

 

Wohin mit der Ausbeute - Die Weinlagerung

 

Sie haben Ihren Weg gefunden, sich einen Weinvorrat anzulegen? Dann ist es nun an der Zeit, die Weine richtig zu lagern. Generell fühlen sich Weine in einem trockenen und luftigen Kellerraum an wohlsten.

Möchten Sie die Weine länger lagern, dann kommt es auf die Bedingungen an. Für einige Tage oder wenige Wochen muss nicht zwangsläufig ein Keller her. Dann vertragen die Weine auch Zimmertemperatur.

Große Temperaturschwankungen sollten allerdings auch hier vermieden werden. Werden Weine über Monate oder gar Jahre hinweg gelagert, dann heißt es: Ab in den Keller. Als Alternative bietet sich ein auf etwa zehn Grad eingestellter Kühlschrank an.

Weine mit Korkverschluss müssen liegend gelagert werden, damit der Kork nicht austrocknet. Ansonsten dringt Sauerstoff in die Flaschen ein. Portwein und Sherry dürfen stehend lagern. Auch Weine mit Kronkorken und Schaumweine müssen nicht zwingend im Weinregal liegen.

Achten Sie darauf, dass die Weine nicht zu feucht lagern, dies führt zum Vermodern der Korken.
 



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