Zurück



Vhino Verde – das Gebiet der jungen Weine

 

Portugal ist geprägt von sehr unterschiedlichen Anbaugebieten und somit auch von sehr unterschiedlichen Weinen. Im Landesinneren herrschen vor allem schwere und tanninreiche Weine vor, während in dem kühleren Klima des Nordens überwiegend leichte Weine produziert werden.

 

Vhino Verde – der Name ist Programm

 

Das portugiesische Weinbaugebiet von Vhino Verde befindet sich zwischen den beiden Flüssen Douro und Minho im Norden des Landes. Die Bezeichnung Vhino Verde umfasst dabei nicht nur das Gebiet, sondern auch die Weine, die aus diesem Gebiet stammen, werden als Vhino Verde bezeichnet.

Wörtlich übersetzt bedeutet Vhino Verde „grüner Wein“, gemeint ist hier aber eher „junger Wein“. Die Vhino Verde Weine sind somit junge Weine, die für den raschen Konsum vorgesehen sind.

Das Grün in Vhino Verde bezieht sich auch nicht auf die Farbe der Reben, denn in dem Gebiet werden rote, wie weiße Rebsorten angebaut und es werden sowohl Rotweine als auch Weißweine und Rosés produziert. Das Grün in der Bezeichnung steht eher für die Landschaft, welche in dem sehr feuchten Gebiet grüner ist, als in anderen Weinbaugebiete Portugals.

 

Portugals Vhino Verde – weitere Informationen zum Anbaugebiet

 

Die Region umfasst die Distrikte Porto, Castelo und Viana do Castelo und das Gebiet ist ein DOC-zertifizierter Bereich. DOC steht in Portugal für Denominação de Origem Controlada und entspricht in etwa der spanischen DO Bezeichnung oder dem AOC System aus Frankreich. Das Gebiet ist also geprüft und auch die Weine werden unter strengen Qualitätsauflagen produziert.

Das Gebiet von Vhino Verde wurde bereits im Jahr 1908 DOC-zertifiziert und ist das größte Anbaugebiet Portugals. Die Reben sind auf 60.000 Hektar verteilt und das Weinbaugebiet bringt ungefähr 25% des portugiesischen Weines hervor. In dem Gebiet sind etwa 30.000 Winzer am Weinbau beteiligt, wobei viele Winzer den Weinbau nur als Nebentätigkeit ausüben.

 

Vhino Verde – die Rebsorten

 

Bei den weißen Rebsorten werden in Vhino Verde vor allem die Alvarinho, die Avesso, die Azal Branco, die Batoca oder die Trajadura Trauben angebaut. Diese weißen Rebsorten bringen die besten Weine hervor, zugelassen sind jedoch noch weitere Rebsorten, wie die Brancco Escola, die Cainho de Moreira, die Cascal oder auch die Lamairo Trauben.

Die qualitativ sehr hochwertigen Rotweine werden hauptsächlich aus den Rebsorten Azal Tinto, Brancelho, Pedral, Rado de Ovelha oder Padeiro de Basto gewonnen. Neben diesen Rebsorten sind auch noch Rebsorten wie Espadeiro Mole, Lambrusco, Docal oder Verdelho Tinto zugelassen.

 

Die Weine und der Geschmack

 

Die Weine der Region zeichnen sich durch einen leichten und spritzigen Geschmack aus. Die Weine erhalten ihre Spritzigkeit vor allem dadurch, dass sie moussieren. Als Moussieren bezeichnet man hierbei die natürliche Entwicklung von Kohlensäure.

In einigen Winzereien werden die Weine jedoch stark geschwefelt, was eine Fehlgärung verhindern soll. Wird der Wein aber zu stark geschwefelt, unterbindet dies die natürliche Kohlensäurebildung, was für den Wein starke Qualitätseinbußen bedeutet.

Hochklassige Weine von exzellenten Winzern werden weniger geschwefelt, weshalb sie ihre Fruchtigkeit behalten und die gewünschte Spritzigkeit entwickeln können. Die Rotweine aus dieser Region besitzen meist eine sehr intensive Farbe und sind äußerst tanninhaltig.

Mit einem relativ geringen Alkoholgehalt von etwa 8,5 bis 11,5 % sind die Weine speziell als Sommerweine sehr beliebt und besonders in den letzten Jahren hat sich diese Beliebtheit in den steigenden Absatzzahlen geäußert.

 

Unsere Winzerempfehlung

 

Caves do Casalinho

 

Das Weingut wurde bereits im Jahr 1944 gegründet und zählt heute zu den ältesten Weingütern der Region. Gegründet wurde das Gut, welches sich in Vizela befindet, von den beiden Familien Camelo und Fario, und auch heute wird das Weingut noch von diesen Familien geführt.

In Caves do Casalinho werden äußerst hochwertige Weine produziert und die beiden Familien konnten schon zahlreiche nationale wie internationale Preise und Auszeichnungen für sich verbuchen. Die Trauben, die das Gut für die Rot-, Weiß- und Roséweine verwendet, stammen ausschließlich aus den eigenen Weinbergen und werden im hauseigenen Keller mit traditionellen Weinpressen gekeltert.

 

Die Küche der Region

 

Grundsätzlich ist die Küche Portugals eher simpel gestaltet, dafür aber äußerst fein. Während man in den wärmeren Regionen Portugals eher Fisch, Gemüse und Reis konsumiert, steht in der kälteren nördlichen Region oft auch Fleisch auf dem Speiseplan.

Eintöpfe und Suppen sind in dieser Region ebenfalls sehr beliebt und werden mit viel Liebe zum Detail gekocht. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Küche sind Petiscos, was mit den spanischen Tapas vergleichbar ist. Hierbei handelt es sich um kleine Snacks, die man zwischendurch oder auch als ganzes Menüs isst. Olivenöl ist in fast allen Gerichten zu finden, denn dieses wird immer großzügig verwendet.

Wenn man in Vhino Verde ist, sollte man auch keinesfalls an den Süßspeisen vorbei gehen. Die Feijão ist beispielsweise eine weiße Bohne, die häufig bei Eintöpfen zum Einsatz kommt, in der Region von Vhino Verde jedoch auch oft in Süßspeisen zu finden ist. Es lohnt sich, den eher ungewöhnlichen Kombinationen eine Chance zu geben, man wird hier nur positiv überrascht werden.

 

Die Sehenswürdigkeiten in Vhino Verde

 

Die abwechslungsreiche Landschaft des Nordens an sich ist schon sehenswert, doch in der Region warten noch viele weitere interessante Sehenswürdigkeiten auf die Besucher.

 

Der Nationalpark Peneda-Geres

 

Der Peneda-Geres Park ist der größte Nationalpark Portugals und für Naturliebhaber und Wanderer ist der Park mehr als sehenswert. Die Gebirgsfauna und –flora ist in großen Teilen des Gebiets vollkommen unberührt und bietet den Besuchern eine herrliche Aussicht auf die Berge und die wunderschöne Umgebung.

 

Der Minho

 

Als Minho wird eine genutzte Kulturlandschaft bezeichnet, die unter anderem Porto, Braga und Viana do Castelo umfasst.

Der Minho wird aufgrund seines einzigartigen Vegetationsmixes auch als der „Grüne Garten“ Portugals bezeichnet und neben der fantastischen Natur, befinden sich hier auch mehrere kleine historische Dörfer, durch die man gemütlich schlendern kann.

Die kleineren und größeren Städte verfügen über viele historische Bauwerke wie imposante Kirchen oder historische Gutshöfe, die in ihrer Architektur einzigartig sind.

Was immer man im Norden Portugals unternimmt, die Weinverkostung gehört eigentlich immer dazu. In Portugal sollte man sich Zeit nehmen und ganz in Ruhe das Kulturelle mit dem Kulinarischen verbinden – so kann der Urlaub nur perfekt werden!

 



Zurück


Impressum