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MYTHOS IV - Guter Wein kommt immer aus dem Holzfass?

Ein Wein wird im Fass zu dem, was er soll. Rund, fruchtig, süß oder feinherb. Doch was für ein Fass darf es denn sein. Guter Wein kommt aus dem Holz, schneller Wein ins Edelstahlfass? Ein Frage, die die Gemüter eigentlich umsonst spaltet, meint unser Winzer Thomas Hensel.

Denn neben dem Umstand, dass da viel Geschmacksache mit hinein spielt, kommt es eben (wie so oft) drauf an: Auf die Rebsorte, auf das gewünschte Ergebnis oder den nötigen Sauerstoff-Einfluss. Frische und fruchtige Weißweine steckt er lieber ein Stahlfass, weil das reduktive Arbeiten diesem Wein einfach besser tut. Schwerere Weine (und vor allem die Roten) nehmen ihre Zusatzaromen, wie Vanille oder Röstaromen viel besser im Barrique - Ausbau an. Allerdings gibts auch bei der Verwendung von Holzfässern verschiedene Möglichkeiten, so Thomas. Er nimmt zum Beispiel nicht immer neue Holzfässer, sondern setzt durchaus auch schon mal auf Fässer, die bereits zwei, drei oder gar viermal mit Weine belegt waren, um den Holzgeschmack im Wein weniger intensiv zu halten. Dann spielt auch die Größe der Fässer eine Rolle (je größer das Fass, um so geringer der Holzeinfluss) und der Reifeprozess, den er sich für den Wein wünscht.

Fazit: Guter Wein muss nicht aus dem Holzfass kommen, darf aber … und Edelstahlfässer sind heutzutage genau so unverzichtbar.



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