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Der Aperitif - Das Beste kommt zuerst

 

Die Gäste sind endlich angekommen und niemand hält sie besser bei Laune und stimmt unkomplizierter auf das nachfolgende Menü ein als ein spritziger und süffiger Aperitif. Damit der Einstieg in einen gelungenen Abend auch den passenden Rahmen findet, sind ein paar Tipps zu einem Getränk hilfreich, dem eine weit größer Aufgabe zukommt als den Appetit anzuregen.

Das Konsumieren eines alkoholischen Getränkes vor den Mahlzeiten schweißt die Gäste zusammen, überwindet so manche Sprachbarriere und sorgt für Gemeinschaftsgefühl.

Selten wird die soziale Komponente des Weingenusses so deutlich, wie in dem Moment, wenn sich teils wildfremde Menschen gegenüberstehen und sich lächelnd zuprosten.

Ist der Aperitif bei den Gästen angekommen, dann ist der Abend so gut wie gelaufen - und zwar eindeutig zu Gunsten des Gastgebers.

 

 

Ein Aperitif nicht nur für Weinfreunde

 

Auch wenn wir uns hier mit Wein befassen, sei ein kleiner Abzweig erlaubt, denn als Aperitif werden nicht nur Weine serviert. Auch mit Bier oder Softdrinks kann der Abend begonnen werden.

Erlaubt ist mal wieder was gefällt. Allgemein unüblich sind Getränke auf der Basis von Milch oder Eiern, denn ein Aperitif soll auf das Essen einstimmen, aber nicht bereits vorab satt machen.

Keine ideale Wahl trifft auch, wer einen süßen süffigen Einstand in den Abend liefert, denn bittere oder herbe Getränke wirken weit appetitanregender. Auch gibt es regionale Unterschiede.

 

 

Während wir uns im Rheingau wohl keine Gedanken machen müssen und die Gäste mit großer Sicherheit einen weinhaltigen Aperitif erhalten werden, sieht es in Bayern ganz nach einem kühlen Pils vor dem Menü aus.

Einige klassische Aperitifs sollen hier noch genannt werden. Campari und Aperol zählen ebenso dazu wie Sherry. Sehr gern serviert werden auch Martini Dry, Manhattan in seinen Variationen oder Kir Royal und ein spritziger Hugo oder Gin Tonic.

Während die Italiener beim Aperitif auf Wermuthaltiges schwören, nehmen die Deutschen auch bevorzugt mit einer leichten Weinschorle vorlieb.

 

Was macht einen Aperitifwein so besonders?

 

Wird es auch im Laufe des Abends noch verschiedene andere Getränke geben, an den Aperitif wird man sich mit Sicherheit erinnern. Das erste Getränk, welches den Gästen serviert wird, kann ganz bewusst genossen werden.

Es gilt damit auch, die Wartezeit bis zum Beginn des Menüs zu überbrücken. Also wartet man ab und genießt, was im Glas perlt.

Ein leichter Wein ist generell als Aperitif eine gute Wahl. Besonders wenn leichte Gerichte aufgetischt werden ist es wichtig, einen leichten und spritzigen Aperitif zu wählen.

Werden die Gäste auf gehaltvolle Speisen eingestimmt, dann kann auch der Wein etwas an Schwere zulegen und Charakter zeigen. Sehr gut als vielversprechender Einstieg in anspruchsvolle Menüs geeignet ist Champagner.

Auch trockener Sherry macht neugierig auf die nachfolgende Speisenfolge. Ebenso sind Muskateller oder Grüner Veltliner geeignete Aperitifweine, auch ideal für leichte Weinschorlen.

Die appetitanregende Wirkung des Aperitifs wird durch einen Wermut unterstrichen. Der mit Kräutern angereicherte Rebensaft öffnet den Magen, in Erwartung eines deftigen Gerichtes.

Wer es leichter mag, der wählt einen Fruchtwein als Aperitif. Wer zum Aperitif eine Kleinigkeit zu Knabbern reichen möchte, sollte seine Getränkewahl dann auch auf die servierten Salznüsse, Käsehäppchen oder Oliven abstimmen.

 

 

Passende Aperitifweine rund um den Globus entdeckt

Deutschland

Als Aperitif aus deutschen Landen haben wir einen Klassiker gewählt. Der Riesling ist mit seiner fruchtigen Säure sehr gut als Aperitifwein geeignet. Riesling steht in der Welt stellvertretend für den Weinbau in Deutschland.

Entlang der Flusstäler finden die Trauben ideale Bedingungen. Nicht umsonst reifen an deutschen Weinhängen etwa 50% der Weltproduktion an Riesling. Zu leichten Speisen kann ein junger leichter Riesling als Einstieg serviert werden.

Für ein opulentes Mahl sind die edelsüßen Auslesen würdige Begleiter.

Frankreich

Wer einen Abend typisch französisch beginnen möchte, der bedient sich ebenfalls eines Klassikers.

 

 

Champagner ist die erste Wahl für eine erlesene Menüfolge. Champagner bereitet auf Großes vor und steigert die Vorfreude auf Fisch und Meeresfrüchte, Trüffel oder Filet.

Wer den Abend klassisch mit einem Glas edlem Sprudelwasser beginnen möchte, aber seinen Geldbeutel schonen will, darf hier auch gern auf Sekt oder Prosecco zurückgreifen.

Schweiz

Welcher Aperitif wäre der Schweiz würdig?

Die Schweizer schätzen Lebensqualität und setzen auf heimische Trauben.

Befindet sich vielleicht ein Schweizer unter den Gästen, dann wird er seinen Epesses auch blind erkennen und den Gastgeber loben für die gute Wahl. Die Chasselas-Trauben reifen auf Lehm- und Kalkböden unweit des Genfer Sees und sind mit ihrer Frische und Spritzigkeit eine Herauforderung an den Gaumen.

Schmecken Sie die Aromen von Zitrusfrüchten und Quitten der im Stahltank ausgebauten Weine aus der Westschweiz!

Italien

Wer den Abend italienisch beginnen möchte, der bekommt mit dem Vernaccia di Oristano eine erstklassige Weinempfehlung mit auf den Weg. Der Weißwein reift bis zu sechs Jahre in Fässern aus Eichen- oder Kastanienholz.

Den bernsteinfarbenen Wein können Sie sich auf einen ganz besonderen Abend aufsparen und bis zu zehn Jahre lagern. Servieren Sie diesen trockenen und an Sherry erinnernden Aperitif mit einer Trinktemperatur von etwa sechs Grad.

Spanien

In der Heimat des Weines schwört man auf Sherry als Aperitif.

Die Weißweine aus Andalusien sind speziell gereift und betören mit ihrem nussigen Aroma.

Der Sherry Fino ist dabei die erste Wahl. Dieser trockene Sherry reift unter einer dicken Florschicht heran und besitzt einen Alkoholgehalt von bis zu 18 Prozent. Servieren Sie den Sherry Fino gut gekühlt und in Erwartung eines rundum gelungenen Abends.
 



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